Worum geht es?

Das Klima ändert sich weltweit- auch in Deutschland. Klimaänderungen beeinflussen das Umfeld von Menschen, Tieren, Pflanzen und die gesamte Umwelt - auch in Nordrhein-Westfalen. Klimagase wie Kohlendioxid und Methan, die heute schon in größerem Umfang in der Erdatmosphäre vorhanden sind, als in der vorindustriellen Zeit, beeinflussen das Klima der nächsten Jahrzehnte. Aus diesem Grunde ist es notwendig, vielfältige Klimaschutzmaßnahmen mit dem Ziel zu verfolgen, den Ausstoß von Klimagasen wie dem Kohlendioxid zu mindern.

Ebenso wichtig ist es auch, Anpassung an den Klimawandel zu betreiben. Die bedeutet, sich rechtzeitig und aktiv auf Veränderungen vorzubereiten, die bereits nicht mehr vermeidbar sind.

 

Wie wird sich der Klimawandel in der Region und im Stadtgebiet auswirken?

Szenarien prognostizieren einen Temperaturanstieg um +2 bis +3,5 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts. Auch die Verteilung der Niederschlagsmengen ändert sich. Nach den Modellberechnungen der Wissenschaftler nimmt die jährliche Gesamtmenge der Niederschläge etwa 5 % Prozent zu. Dabei wird es deutlich mehr Niederschläge im Winter geben (10-20%), als im Sommer. Auch wird es mehr Regen als Schnee sein. Die Auswirkungen sind schon zu spüren. Vermehrte Trockenperioden im Sommer und zunehmende Starkregenereignisse mit überfluteten Kellern und Straßen sind die ersten Vorboten.

Obwohl die Sonne unsere Städte in gleichem Maß bescheint, wie die ländliche Umgebung, ist es in den Städten nicht nur gefühlt heißer. Gebäudefassaden und die vielen Flächen, die mit Pflaster und Asphalt versiegelt sind, erhitzen sich stark und speichern die gesammelte Sonnenwärme über lange Zeit. Hohe Häuser und dichte Bebauung verhindern einen ausreichenden Luftaustausch und somit die Zufuhr von Frischluft.

Der Klimawandel wird die Stadtplanung der Zukunft verändern. Angepasste, gut belüftete und beschattete Gebäude, Freiräume, Grünzüge sowie Wasserräume in der Stadt. Eine angepasste und sichere Ver- und Entsorgung (Trinkwasser, Abwasser) auch in besonders nassen und besonders trockenen Zeiten werden eine größere Bedeutung in Planungen erhalten.

Auch jeder einzelne Bürger kann dazu beitragen, die Lebensqualität vor der eigenen Haustür zu verbessern. Maßnahmen wie Flächenentsiegelung und Begrünung, sei es durch Dach-, Fassaden- oder Hofbegrünung können extreme Belastungssituationen abpuffern und die Auswirkungen auf die Menschen mildern.

 

Ein Gründach speichert je nach Substrataufbau und Art der Begrünung zwischen 25 l und 68 l Wasser pro Quadratmeter und gibt es erst langsam wieder ab. Sein „grüner Pelz" hat wärmedämmende Eigenschaften und verbessert die Energiebilanz eines Gebäudes nachhaltig.

 

Ein entsiegelter, z.B. mit Kies oder Rasengittersteinen belegter Garagenvorplatz von 12 qm hätte beim letzten Starkregen ein Volumen von mehr als 300 Litern in den Untergrund statt in den Kanal abfließen lassen. Wir können also etwas tun.