Nah- und Fernwärme
Nah- oder Fernwärme kann man sich wie eine sehr große Zentralheizung vorstellen. Aus einem Heizwerk führen Rohrleitungen durch Straßenzüge und stehen den angeschlossenen Gebäuden jederzeit zur Wärmeversorgung zur Verfügung. Die Wärmeabgabe an das Heizungssystem des Gebäudes findet mittels Wärmeübertragungseinrichtungen im Keller eines Gebäudes statt. Der Vorteil dieser Energieversorgung ist die Lieferung gebrauchsfertiger Wärmeenergie ohne Kessel im Gebäude, damit entfällt z. B. auch die Abgasführung.
Nahwärme der medl
In Mülheim an der Ruhr betreibt medl mehrere Nahwärmenetze, das Größte in der Innenstadt. Mit dem Bau des großen Blockheizkraftwerkes (BHKW) in Speldorf und eines kleineren BHKWs an der Boverstrasse wurde diese Wärmeversorgungsart noch um einiges effizienter: Strom wird zusätzlich produziert und verdrängt nun den sonst in überörtlichen Kraftwerken uneffizient produzierten Strom. Beide Nahwärmenetze liegen fast komplett innerhalb des Gebietes Innovation City.
Versorgungsgebiet
Natürlich wird ein Rohrsystem in einer Straße nur dort gebaut, wo auch Abnehmer Wärme abnehmen. Im beigefügten Plan sind Gebiete für die Versorgung mit Wärme, so genannte Wärmevorranggebiete aufgeführt.medl betreibt insgesamt ca. 45 km Nahwärmeleitungen in 5 Nahwärmenetzen. Versorgt werden rd. 260 Gebäude. Durch die gleichzeitige Stromerzeugung erreicht die Wärmeerzeugung eine sehr effiziente Energienutzung, deren CO2-Ausstoß sogar noch spürbar unter dem der Erdgasnutzung liegt, dem Energieträger mit dem ohnehin geringsten CO2-Ausstoß unter den fossilen Energieträgern.
Vorranggebiete für Nahwärme