Worum geht es
Der Initiativkreis Ruhr - ein Zusammenschluss von mehr als 60 führenden Wirtschaftsunternehmen - hat zusammen mit dem Land Nordrhein-Westfalen den Wettbewerb um die InnovationCity Ruhr ausgelobt. Gesucht wird eine "Modellstadt", die ein typisches Stück Ruhrgebiet in all seinen Facetten abbildet. Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat sich zusammen mit der Wirtschaftsförderung und der Klimazone Mülheim mit einem Projektgebiet beworben, das im Wesentlichen die Innenstadt, die Altstadt sowie Bereiche von Broich, Dümpten, Eppinghofen, Styrum und Winkhausen umfasst. Die erste Stufe der Bewerbung war erfolgreich und die Stadt Mülheim an der Ruhr ist nun in der Endrunde für die Auswahl der InnovationCity Ruhr.
In der zukünftigen InnovationCity Ruhr soll der Versuch unternommen werden, im Bestand möglichst flächendeckend den Energieverbrauch zu senken. Gründe hierfür gibt es viele, wie beispielsweise die Endlichkeit und Kosten der verfügbaren Vorräte an Erdöl, Erdgas und verschiedenen Erzen, um nur einige zu nennen. Besonders der drohende Klimawandel, der durch das Verbrennen fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle maßgeblich verursacht wird, ist Anlass für diesen Feldversuch.
Der Weg hierzu führt über die effektivere Erzeugung und Verteilung von Energie, die Verminderung der Energieverluste, die Reduzierung des Energieverbrauches und die Nutzung sogenannter erneuerbarer Energien wie Wind-, Wasser- und Sonnenenergie. Durch solche Maßnahmen sollen der Klimawandel abgewendet werden, Ressourcen geschont und Energiekosten stabilisiert werden.
Die zukünftige InnovationCity Ruhr soll Vorbild für das gesamte Ruhrgebiet sein. Sie soll das Ziel verfolgen innerhalb von 10 Jahren den CO2-Ausstoß um die Hälfte zu reduzieren. Einbezogen sind Industrie- und Gewerbebetriebe, Wohngebäude, Handel, Dienstleistung und Verkehr gleichermaßen. Hierbei sollen innovative und erprobte Technologien Anwendung finden. Viele dieser Technologien werden von industriellen Anbietern, Handwerksbetrieben und Dienstleistern aus der Region erbracht.
Zunächst ist dies eine Vision und die Unterstützung, wie auch die Umsetzung ist freiwillig. Berechnungen von Wissenschaftlern, die an der Auslobung des Wettbewerbes beteiligt waren haben ergeben, dass dieses Ziel mit den vorhandenen technischen Möglichkeiten erreichbar ist.
Ist sie erfolgreich, so wird dies auch das äußere Erscheinungsbild der Modellstadt verändern, das Lebensumfeld wird sich nachhaltig verbessern. Weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Feinstaub, mehr Grün und geringere Heiz- und Energiekosten.
Wer bezahlt das?
Es wären 2,5 Milliarden Euro Investitionen innerhalb von 10 Jahren notwendig, um InnovationCity zu realisieren. Mit Blick auf das Projektgebiet in Mülheim an der Ruhr würden diese Investitionen eine Fläche von 1310 ha mit 57.500 Einwohnern, 32.000 Wohnungen und 2.200 Arbeitsstätten betreffen.
Diese Investitionen setzen sich aus verschiedenen öffentlichen Fördergeldern, Zuwendungen des Initiativkreises Ruhr und privaten Eigenmitteln aller Beteiligten zusammen, die auch über sehr günstige Kredite bereit gestellt werden können. Die meisten Maßnahmen werden sich zudem in relativ überschaubaren Zeiträumen refinanzieren und danach einen echten Kostenvorteil für Hauseigentümer, Mieter oder Autofahrer bieten. So ergeben sich Finanzierungsbausteine:
Baustein 1
Manche Investitionen werden in den nächsten 10 Jahren von privaten Wohngebäudeeigentümern, Bürgern, Gewerbe- und Industrie- und Handelsunternehmen in jedem Fall getätigt werden. Sie finanzieren sich über erzielte Einsparpotentiale. Dies sind z.B. die Sanierung von Gebäudehüllen oder neue energiesparende Heizungen, eine anderes Auto oder ein neuer Kühlschrank. Intensive Beratungsmöglichkeiten werden bei Bedarf helfen, diese Investitionen noch sinnvoller zu planen und hierfür die bestmögliche Förderung zu erhalten.
Baustein 2
Private Investitionen im Rahmen des Projektes sollen gezielt unterstützt werden, durch qualifizierte Beratung. Die Projektgesellschaft InnovationCity Ruhr wirbt Fördermittel aus dem Bund, Land und der EU ein, die gezielt in das Projektgebiet fließen.
- aus Fördermitteln aller vorhandenen „Töpfe“, die durch qualifizierte Beratung gezielt in das Pilotgebiet gelenkt werden
- durch günstige Kreditprogramme
- durch zusätzliche spezielle Fördermittel InnovationCity
Wirtschaftlichkeit spielt dabei eine große Rolle. Viele Maßnahmen werden sich durch Energiekosteneinsparungen schnell, ganz oder teilweise refinanzieren. Die Energiekostenerhöhungen der nächsten 10 Jahre kommen dem Projekt entgegen.
Baustein 3
Der Initiativkreis Ruhr will für Projekte mit einem hohen Investitionsbedarf, für die öffentliche Förderungen nicht vorhanden sind bzw. für die öffentliche Förderung nicht ausreicht selbst Anschubfinanzierungsmöglichkeiten anbieten.
Winkhausen
lt. Grundbucheintrag liegt unser Haus in Winkhausen, aber wenn ich mir die Karte oben anschaue ist unsere Straße nicht mit im Projekt mit dabei.
Warum sind nich sämtliche Stadtteile von MH eingebunden
Warum sind einige Stadtteile nicht im ausgewählten Bereich? welche Gründe hat das?
Warum sind nicht sämtliche Stadfteile von Muelheim eingebunden
In dem Aufruf zum Wettbewerb wurden die Anforderungen an das Projektgebiet definiert. Diese Kriterien treffen auf den ausgewählten Bereich zu. Die Gesamtstadt ist zu groß und erfüllt die Kriterien an die Pilotregion nicht.
Kriterien sind:
Einwohnerzahl 30.000-70.000
Arbeitsplätzen zu Einwohnern 1:7
Arbeitsplätzen im sekundären Sektor mindestens 10% der Gesamtarbeitsplätze
Anteil landwirtschaftlich genutzter Fläche unter 50%
kein großer CO2-Einzelemittent
Industriell geprägten Ballungsraum von signifikanter
Größe