Jeder kennt das Sprichwort: "Früh übt sicht". Hier setzt auch der lokale Energiedienstleister medl mit seinem Grundschulprojekt "Energie erleben und verstehen" an.
Damit aus den wissbegierigen Kindern von heute keine verschwenderischen Erwachsenen von morgen werden unterrichtet die medl seit 2007 jedes Halbjahr einmal an den Mülheimer Grundschulen, denn sparsamer Umgang mit Energie setzt Wissen voraus.
Die 90 minütige Unterrichtseinheit bei Kindern der dritten und vierten Klasse soll spielerisch dieses Wissen vermitteln und die Kinder im Umgang mit Energie sensibilisieren. Wo sich Sparpotenziale verstecken erleben die Kinder der dritten Klasse direkt vor Ort im Klassenzimmer. Die Klasse wählt auch 2 Energiedetektive, die darauf achten sollen, dass in ihrer Umgebung keine Energie verschwendet wird. Die Kinder sollen lernen, dass Energie nicht unendlich zur Verfügung steht und deshalb ein sparsamer Umgang notwendig ist.
Marco Dyhr leitet die zwei Unterrichtsstunden im Auftrag der medl. Der Klassenleher kann sich also als Zuschauer in den Raum setzen und bekommt am Ende Arbeitsmaterial, um das Thema mit den Schülern weiterzuführen.
Das Thema wird kindergerecht aufgearbeitet und vermittelt. "Einem Neunjährigen muss ich ein Kraftwerk anders erklären als einem Erwachsenen!", sagt Dyhr. "Schüler sollen lernen, Rücksicht zu nehmen auf Boden, Wasser, Luft, Tiere und Pflanzen. Ohne Wissen und ohne praktische Umweltbildung ist das nicht möglich. Ich möchte vermitteln, dass das Aufdrehen der Heizung Energie kostet", so der Dozent.
Auch das Thema regenerative Energien wird erarbeitet. Die Schüler basteln gemeinsam einen Sonnenkollektor oder ein Windrad und lernen dessen Funktionsweise kennen, so prägt sich das gelernte besser ein als ein theoretische Fachbeitrag.
Die Erfahrungswerte sind bemerkenswert, denn manche Eltern staunen, wenn ihr Nachwuchs zu Hause mit Nachdruck darauf aufmerksam macht, dass irgendwo Licht unnötig brennt. "Mama Wasser aus!, lenkt mein Sohn sofort ein, wenn ich mir die Zähne putze und dabei das Wasser zu lange laufen lasse", berichtet Ann-Karen Häbel, vom medl-Marketing. Dieser Effekt ist aber auch durchaus gewollt!
90 Minuten Energieunterricht können nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein, allerdings gelingt es zumindest, dass die Kinder mit dem Thema vertraut gemacht werden und sich Gedanken über dieses Thema machen und das ist schon ein Erfolg!