CO2 / Energiesanierung Einfamilienhaus

Wir haben 2008 ein versetzt angebautes Einfamilienhaus in Broich gekauft. Das Haus ist aus dem Jahr 1961 und teilweise (aber eher schlecht) wärmeisoliert.

Immerhin war in dem Haus bereits ein Ölheizkessel mit akzeptabler Regelung (mit div. Zeitprogrammen für Kessel, Pumpen, Mischer und Warmwasser) und Heizkreismischer eingebaut.

Wir haben seit dem Hauskauf verschiedene Veränderungen durchgeführt, die zumindest CO2 oder Primärenergie, wenn schon kein Geld, sparen. Bei der drastischen Überförderung von Photovoltaik rechnen sich sonst sinnvolle Maßnahmen für den Privatmann leider meist nicht ! Leider alles nur gut für das Gewissen und zukünftige Generationen.

Bereits umgesetzt:

  • Kachelofen - spart nicht nennenswert Geld; Holzpreis orientiert sich am Ölpreis; CO2 Einsparung ca. 1500kg / Jahr -> Komfort
  • Solarthermische Anlage für Warmwasserbereitung mit Heizungsunterstützung - rechnet sich wahrscheinlich trotz Förderung nie! CO2 Einsparung ca. 1600kg / Jahr -> Energieeinsparung ca. 500l Öl / Jahr -> gutes Gewissen
  • Waschmaschine mit elektronisch mischendem WW-Anschluss an Solarspeicher; 70kg CO2 / Jahr -> Mehrpreis der Waschmaschine rechnet sich evtl. in 4 Jahren. Gibt leider nur noch ganz wenige Modelle auf dem Markt
  • Spülmaschine mit thermostatgeführtem Anschluss an Solarspeicher; 30kg CO2 / Jahr -> rechnet sich evtl. nach 4 Jahren, aber Komfortverlust (muss von Hand nachtrocknen). Gibt meines Wissens überhaupt kein Modell mehr auf dem Markt mit elektr. Mischer
  • Austausch der Heizungspumpe (gefördert!!); 200kg CO2 / Jahr; rechnet sich nach nur 3 Jahren; spart dann etwa 80Euro / Jahr
  • Teilsanierung von Fenstern & Rollladen aus den 80ern gegen 3-fach Verglasung; 140kg CO2 / Jahr; rechnet sich vermutlich nicht vor 15 Jahren -> Komfort und Gewissen

Damit wir auch weiterhin etwas am Haus zu tun haben, geht es so weiter:

  • 2011: Restsanierung von Fenstern, Rollladen und Türen; 500kg CO2 / Jahr; wird sich auch in etwa 15 Jahren rechnen
  • 2011: WDVS - Wärmedämmung der Gebäudeaußenwände; 1700kg CO2 / Jahr; wird sich nur bei steigendem Ölpreis rechnen, grob geschätzt in etwa 25 Jahren -> Wiederverkaufswert, Gewissen und Komfort
  • 2012: Evtl. Verbesserung der Dachisolierung im Zuge einer fälligen Dachneu-Eindeckung. Dabei evtl. auch Einbau einer ca. 3-5kWp Photovoltaikanlage (damit sich wenigstens etwas auszahlt); könnte sich etwa in 15 Jahren rechnen.
  • 2014: Umstellung der Heizung von Öl (wenn der Tank leer ist) auf Grundwasser- oder (zur Not) Sole- Wärmepumpe. Rechnet sich in Verbindung mit Photovoltaik evtl. in 10 Jahren.

Ein wichtige Erkenntnis aus unseren 'Freischwimmübungen' ist, dass ein riesengroßes Defizit im Bereich der technischen Möglichkeiten seitens des Handwerks besteht. Standardlösungen können evtl. noch angeboten werden; schnell wird aber bei Sonderlösungen die Kompentenz- und leider auch die Motivationsgrenze erreicht. Hier ist dringend Nachholbedarf erforderlich.

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