Das Projekt InnovationCity zielt darauf ab, dass die CO2 Emissionen bis 2020 um 50% reduziert werden sollen. Bürger und Unternehmen sollen einen Beitrag dazu leisten. Aber auch die Verwaltung, die öffentliche Gebäude betreibt, muss hier tätig werden.
Als öffentliches Gebäude bezeichnet man Gebäude, die der Öffentlichkeit dienen z.B. Schulen und Kindergärten und solche Gebäude, die für jedermann zugänglich sind, wie Museum, Sporthallen, Theater Krankenhäuser, Hochschulen, der Bahnhof, Schwimmhallen, Kirchen u.v.m.
Die öffentlichen Einrichtungen, wie das Rathaus, Schulen und Kindergärten sind fast ganzjährig in Betrieb, um den Bürgern zur Verfügung zu stehen. Das hier eine Menge Energie und Wärme verbraucht wird ist unumstritten. Eine Kommune kann nicht von Unternehmen und Bürgern erwarten, dass sie beim Klimaschutz aktiv werden, wenn sie selbst nicht mit gutem Beispiel vorangeht.
Um den Verbrauch der Energie zu senken und die effizientere Nutzung voranzutreiben hat die Stadt Mülheim bereits viel getan und wird weiterhin große Anstrengungen betreiben eine klimafreundliche Stadt zu sein.
Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat bei der energetischen Sanierung unmittelbaren Einfluss auf die Gebäude, die ihr selbst gehören, wie Schulen, Kindergärten, Turnhallen, Bürogebäude. Auf andere öffentliche Gebäude kann die Stadtverwaltung keinen Einfluß nehmen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche An-, Neu- und Umbauten durchgeführt. Dabei wurden Dach, Fenster und Fassaden saniert. Dazu gehörte auch die Erneuerung der Heizungsanlagen inklusive des Einsatzes alternativer Wärmeerzeugung, wie etwa durch Beheizung mit Holzpellets oder der Anschluss an das Nahwärmeversorgungsnetz der medl.
Besonders die zahlreichen Schulen mit stromgeführten Heizungsanlagen fallen unter die Anlagen, die an einigen öffentlichen Gebäuden bereits ausgetauscht werden konnten. Wenn es sich durch die Örtlichkeiten anbot oder anbietet wurde und werden zudem Dachbegrünung und Solaranlagen installiert.
Umbauten wie das „neue“ technische Rathaus, welches auch mit dem Klimaschutzpreis 2009 ausgezeichnet worden ist, sind ein gutes Beispiel für das Umdenken und die Zielstrebigkeit der Stadt Mülheim. Durch die Photovoltaik Anlage, die bessere Isolierung, Wärmeschutzverglasung und energiesparende Beleuchtung können pro Jahr etwa 339 t CO2 eingespart werden. Auch die Energieerzeugung findet dezentral und teilweise auch vor Ort statt.
Die Kosten für die Unterhaltung der Gebäude sollen durch die bessere Nutzung der Energie und Wärme gesenkt werden. Die technischen Innovationen der Gebäude, aber auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter gegenüber Energieverbrauch sollen eine Vorbildfunktion für die Bürger der Stadt darstellen und dazu anregen auch selbst aktiv gegen den Klimaschutz vorzugehen.
Was hilft das ständige Reden über den Klimaschutz, wenn nicht gehandelt wird!?
Die Stadt Mülheim und das Projekt InnovationCityRuhr wollen gemeinsam und aktiv den Kampf gegen den Klimawandel angehen!
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Ralf Korte